Cessna CITATION II 2,42 Meter

- ein besonderes Erlebnis!


Seit der ersten Jet-WM, die praktisch vor meiner Haustüre stattfand, kam ich als ehemaliger Triebwerkmechaniker nicht mehr von dem Gedanken los, auch einen Jet zu bauen. Man nennt es wohl das "Jetfieber". Andererseits konnte ich dort auch beobachten, welcher Aufwand notwendig ist um diese Verbrennungsmotoren auf ein akzeptables Geräuschniveau zu dämpfen! Und dabei ist das Fluggeräusch absolut nicht "scale". Ferner waren die Teilnehmer fast nur mit Militärjets angetreten, und brauchten größtenteils die Teerpiste um die Modelle in die Luft zu bringen - doch wer hat schon eine Hartpiste auf seinem Vereinsgelände?

Als nächstes besuchte ich das Elektromeeting in Aspach, wo auch einige Jets zu bewundern waren. Hauptsächlich waren dort kleine Militärjets mit 400er-Antrieben zu sehen, die mit einem Gummiseil gestartet wurden und dann meist mit atemberaubender Geschwindigkeit herumflitzten. Von der größeren Sorte waren nur zwei Militärjets zu sehen. Das Motorgeräusch dieser "Flüstertüten" war sehr angenehm und leise.

Warum eigentlich immer nur Kampfjets? Bietet nicht die zivile Luftfahrt viele Vorbilder an, die nicht auf Höchstgeschwindigkeit optimiert sind, und so den Eigenschaften eines Modellflugzeuges mehr entgegenkommen? Ein Impellerantrieb mit Verbrenner kommt nicht in Frage, und Turbinen sind eine tolle Sache, aber lange nicht für Jedermann geeignet. Da bleibt nur noch der Elektroimpeller als sinnvoller Antrieb.


Ein guter Bekannter gab mir Unterlagen über eine sehr schöne Familie von Businessjets - Cessna CITATION - ja, die könnte es sein! Es folgte eine lange Zeit mit Berechnungen und Versuchen in Sachen Größe, Gewicht und Antrieb. Es wurde klar, daß ein Prototyp gebaut werden mußte, da ich hier auf keinerlei Erfahrungswerte zurückgreifen konnte. Das Resultat war M 1:6,5, 2,42 m Spannweite, 2,21 m Länge und wog 6,8 kg. Geschoben wurde der Prototyp von zwei Ultra 930/6 mit DS-51 FAN von Schübeler und je 16 Zellen. Das brachte ca. 32 N Schub und ermöglichte Bodenstart von der Graspiste , wobei die Startstrecke etwa 90 Meter betrug. Nach dem ersten Steigflug konnte mit 30% Leistung weitergeflogen werden, und nach 6 Minuten war die Landung fällig. Das Flugbild und der Sound der Impeller war einfach super.

Da sich das Konzept voll und ganz bewährte und die Flugeigenschaften sehr gut waren, wurden die Formen von Rumpf, Schubrohren und Triebwerksgondeln ohne Änderungen gebaut. Kabinen- und Pilotenscheiben wurden tiefgezogen. Im September 99 habe ich die erste Vorserien-Citation aus GFK-Teilen beim Elektromeeting in Aspach vorgestellt, wo sie reges Interesse fand.

Die Entwicklung von Brushlessmotoren und LIPO-Akkus ermöglichen heute eine bedeutende Leistungssteigerung bei geringerem Gewicht und längere Flugzeit um mehr als das Doppelte. Zusätzlich wurden auch die Impeller noch verbessert, sodass Ihnen heute ein wesentlich leistungstärkeres Paket zu Verfügung steht!

Video vom Airlinertreffen 2010


                     


Drucken | Senden | Hits: 15304 |